
Quelle: 01.2.2011 by
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Am vergangenen Samstag stehen bereits die ersten Musikfans vor dem Einlass und fragen mich, ob ich schon Abendkassentickets verkaufen kann... Das wirft schon ein ganz besonderes Licht auf den wirklich sehr gut besuchten Abend dieser Vorrundenshow am 29.01.2011.
Aber nicht nur der Andrang an Fans ist zu erwähnen, auch der Ablauf lief reibungslos, das Publikum vergab fleißig Stimmen und die Bands haben sich wirklichen einen sehr spannenden Wettbewerb geliefert, der nur knapp entschieden wurde.
Den Anfang machten vor einem bereits sehr vollen Underground die Band Added Values. Die Band rund um die sympathische Sängerin heizte direkt vom ersten Takt an ein und zum Schluss ihres Sets wechselte der Gitarrist und Backgroundsänger noch sein Instrument und präsentierte eine Slide Guitar, die ich selbst nach einigen Jahren Emergenza noch nie live gesehen hatte. Obwohl die Band bestimmt einige neue Fans gewonnen hat an diesem Abend, schafften sie es leider nicht unter die Finalisten zu kommen.
Weiter ging es mit den Liquid Chillerz, die noch im Backstage aufgeregt erzählten, dass es ihr zweiter Auftritt überhaupt ist. Die fünf Herren dieser Combo rockten dennoch sehr souverän und gaben auch einige gefühlvolle Balladen zum Besten. Mit dieser gelungenen Mischung konnte die Gruppe das Publikum zwar begeistern, schaffte es aber dennoch nicht unter die ersten vier Plätze zu kommen.
Mit der Band Demolition In Progress begann das Kopf-an-Kopf-Rennen der Gewinnerbands des Abends. Die 4 Headbanger dieser Band lieferten die erste Musik der härteren Gangart an diesem Abend und animierten damit nicht nur ihre eigenen Fans (erkennbar an den DIP-Shirts). Besonderes Merkmal dieser Gruppe waren die drei Sänger an Gitarre, Gitarre und Bass, die sich bei jedem Song mit dem Lead-Gesang abwechselten. Das überzeugte und brachte den Jungs den dritten Platz mit 69 Stimmen.
Die Gewinner des Abends spielten direkt im Anschluss und landeten mit nur 10 Votes mehr auf dem ersten Platz - es war wirklich knapp! Sacred Groove hieß die Sieger-Gruppe mit der zweiten Frontfrau des Abends. Nicht nur wegen ihres Grooves, sondern auch wegen der starken Keyboard-Sounds und dem virtuosen Spiel des Gitarristen fiel die Band besonders auf. Im mittlerweile übervollen Underground kam diese Mischung auf jeden Fall sehr gut an - 79 Stimmen für Sacred Groove und damit Platz 1.
Nach der Halbzeit der Show kamen alte Bekannte aus der letzten Saison auf die Bühne, und zwar die Metalheads der Gruppe Chronic. Der Sänger begrüßte das Kölner Publikum mit der Aussage: „Boar ist das hier voll - sogar voller als ich!“ und schon rockten die Distortion-Gitarren los. Harter, gut gemachter Metal, ein Judas Priest-Cover und jede Menge feucht-fröhlicher Spaß auf die Bühne brachte die Metaller auf den vierten Platz des Abends und das nur ganz knapp mit 66 Stimmen hinter dem dritten.
Nachdem Chronic bereits ordentlich eingeheizt hatten, kam es dann bei endlich zum ersten Mosh-Pit. Kurz vor Ende der Show rockte die fünf-köpfige Combo noch mal richtig los. Die deutschen Texte waren sehr eingängig und luden direkt zum mitgröhlen ein. Das feiernde Publikum würdigte diesen Auftritt mit 72 Stimmen und brachte damit diese Deutschpunk-Gruppe direkt auf den zweiten Platz des Abends.
Den Abschluss dieser tollen Vorrundenshow lieferten die Punkrocker der Band mit dem aussagekräftigen Namen Arschrock. Man hätte die Jungs schon aus der letzten Saison kennen können als sie jedoch ohne ihre Sängerin auftraten. Dieses Mal waren sie aber vollständig und die Frontfrau sang und gröhlte die deutschen Texte in bester Punk-Manier. Obwohl die Band noch einmal richtig Spaß machte, schafften sie es leider nur ganz knapp nicht unter die Top 4.
Eigentlich hätte man an so einem Abend vier mal den ersten Platz vergeben müssen. Die Ergebnisse waren sehr knapp und die Stimmung war super. Dieses Rennen wird auf jeden Fall im Semifinale weitergehen und das lässt doch sehr auf die nächste Runde im April im Kölner Luxor hoffen.